Diese Kirche wurde nach der Einäscherung durch die Schweden 1661 unter Verwendung der Reste des Vorgängerbaus umgebaut, 1665 mit Kirchenstühlen versehen und 1667 geweiht. Der Bau besteht aus einem rechtwinkligen Schiff, an das sich östlich der Chor, westlich der quadratische Turm anlegt. Dieser Turm steigt in drei Geschossen rechteckig auf, das untere ist in Bruchsteinen, das obere in Ziegeln gemauert. Im Obergeschoss sind die Ecken verbrochen. Darauf sitzt ein breiter achteckiger Helm, welcher von einem mit Brettern beschlagenem Aufbau mit zwei Hauben und Laterne bekrönt ist. Das Langhaus weist eine lichte Höhe von 4,60 auf und ist an drei Seiten umgeben von Emporen, die auf kräftig in toskanischer Weise profilierten Holzsäulen liegen. Die Brüstungen mit einfacher Feldereinteilung entstanden in Anlehnung an die Schlosskapelle in Tiefenau. Die etwas tiefer als die Kirche liegende Sakristei erreicht man durch einen gotischen Türbogen. Der Raum ist mit einer Halbkreistonne überwölbt. Sehenswert ist die ehemalige Herrschaftsstube. Sie befindet sich südlich des Chores und ist in schlichter barocker Ausstattung, passend zum derzeitigen Altar, gefertigt. Der ursprüngliche Altar, eine Holzschnitzarbeit aus der Zeit um 1500, ist nicht mehr erhalten. Er wurde 1913 zur dringend notwendigen Restaurierung an die Königliche Kommission zur Erhaltung der Kunstdenkmäler übergeben und ist wahrscheinlich bei der Zerstörung Dresdens im Jahre 1945 verbrannt. Der derzeitige Altar, ein hölzerner Kanzelaltar, deckt sich in seiner Form mit dem in der Nieskaer Kirche und dürfte um 1750 entstanden sein. Seitlich stehen zwei korinthisch anmutende Säulen ohne das typische Akanthusblätterwerk. Im oberen Bereich, dicht unter der Decke ist ein Strahlenkranz mit dem hebräisch geschriebenen Wort „Jehova“ zu sehen. In Aufbau und Verzierung ist auch hier am Altar wieder eine Anlehnung an den Tiefenauer Altar zu bemerken. Die Orgel stammt aus der Zeit um 1800 und ist sowohl technisch als auch klanglich ein eher schlichtes Instrument. Das Innere der Kirche wurde 1756 mit Altar, Kanzel, Chor und Emporen erneuert, um 1800 erfolgte eine weitere Restaurierung. Wohl in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Innere erneut renoviert. Eine Außensanierung erfolgte Anfang der 90er Jahr. Bei ihr wurde die gelbe barocke Farbgebung wieder zur Geltung gebracht. Sehr hoch stehendes Grundwasser hat der Kirche über die Jahrhunderte hinweg sehr zu schaffen gemacht, die stets sehr feuchte Luft im Inneren ließen Farbanstriche, Holz und textile Materialien sehr schnell altern und verrotten. Im Jahr 2018 ist mit Foerdermitteln eine Grundsanierung geplant.